Ausgang
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Seit Jahren benutze ich für meine Reisen dass eTrex, ein spezielles GPS-Gerät für den Outdooreinsatz der Firma Garmin. Es handelte sich dabei um die berühmte Urversion. Das Gerät hatte ich seinerzeit bei einem großem Online-Auktionshaus erworden. Leider war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, dass es amerikanische und europäische Versionen gibt. Das stellte ich erst später fest, nachdem sich das Gerät nicht auf deutsche Sprache umstellen lassen wollte und auch deutsche Updates erfolgreich abwehrte. Trotzdem war ich mit dem Gerät stets recht zufrieden. Ich konnte problemlos meine Waypoints der Fundstellen speichern und ggf. auch die Route dorthin aufzeichnen. An den heimischen PC wurde das Gerät mit einem speziellen seriellem Kabel angeschlossen. Zur Weiterverarbeitung der Daten kam dann eine Software von Fugawi zum Einsatz, deren Vorteil es war, auch selbst erstelltes Kartenmaterial kalibrieren zu können. Allerdings war die Bedienung etwas umständlich. Irgendwie hatte ich aber in letzter Zeit das Gefühl, inzwischen technisch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit zu sein. Und nachdem mich mein gelber Weggefährte in Barbados nicht unterstützen wollte (was allerdings vermutlich nicht am Gerät lag), beschloß ich, aktuelle Alternativen zu suchen. |
PNA - mobile Navgationsgeräte
Seit einiger Zeit sind mobile Navigationsgeräte für Autos stark in Mode gekommen. Diese Geräte sind wirklich sehr hilfreich und haben auch mir schon oft
in unbekannten Regionen geholfen. Manchmal fühlt man sich jedoch plötzlich sehr hilflos und orientierungslos, insbesondere nach Tunnelfahrten.
Nun ja, es kommt halt auch hier immer auf das Modell an.
Mein Navigon T4000 ist inzwischen auch schon etwas betagt. Ich hatte mich seinerzeit damit beschäftigt, das gute Stück zu einem Allround-Gerät zu machen.
Denn was bei dem aktuellen Navi-Hype meist vergessen wird: es sind in aller Regel quasi kastrierte PDA mit GPS-Empfänger, in denen Windows-CE werkelt und
deren Hauptfunktion auf ein einzelnes Hauptprogramm (Navigation) reduziert wurde. Mit etwas Geschick und ein wenig Basiswissen können diese Geräte wieder
zum vollwertigen PDA (mit PNA-Funktion) werden. Einige richtige Einträge in den Systemdateien genügen da (äh, Garantie?). Die Prozedur dazu erspare ich mir
hier mal, ist aber nicht so schlimm. Nachdem ich mein Gerät noch mit einigen kleinen Freeware-Programmen versorgt hatte, zeichnete er Routen mit allen
dazugehörigen Daten auf und speicherte selbsverständlich auch Waypoints. Nebenbei wurde auch der Mediaplayer wiedererweckt und all die anderen Dinge von Win-CE.
Natürlich hat das auch seine Nachteile gehabt. Das Gerät wurde recht störanfällig und öfter mußte ein harter Reset durchgeführt werden.
Und ehrlicherweise möchte man den Geräten auch keinen harten Outdoor-Einsatz zumuten. Im Ausland fehlen dazu noch die entsprechenden Karten,
zumindest für Garnelen-Regionen.
Insgesamt ist diese Lösung also eher weniger für meine Gelände-Zwecke geeignet.
Trotzdem sollte man sich mal die Frage stellen, warum es PNA und PDA auf dem Markt gibt ;-)
GPS-Handys
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Eigentlich suchte ich ja auch nach einer akzeptablen Lösung, nicht ständig meinen Laptop mitschleppen zu müssen und trotzdem alle eMails zu erhalten.
Mit dem Blackberry 8880 hatte ich eine mobile Lösung für eMails, Internet und dazu auch noch GPS. Das könnte es also sein. Leider ist das edle Teil nur wenig Outdoortauglich. Die Möglichkeit, aktuell alle eMails zu empfangen sind allerdings unschlagbar. Um ins Internet zu gehen benutze ich wechselnd den eingebauten Hilfsbrowser oder den nachträglich installierten OPERA. Mit beiden gemeinsam kann ich im Prinzip alle Seiten laden und sinnvoll anzeigen lassen. Der eingebaute Mail-Client genügt zum kurzen Check vollkommen, wer mehr möchte findet entsprechende nachladbare Programme. Nicht akzeptabel finde ich an der Stelle übrigens den Preis für ein Office-Paket. Doch was ist nun mit dn GPS-Fähigkeiten? Google-Map ist schnell geladen. Damit können auch Routen berechnet und ggf. Waypoints festgelegt werden. Da etwas umständlich, habe versuchsweise eine GPS-Community wie N4A bemüht. Doch was nützt es mir im Ausland, Waypoint-Daten per teurem GSM erst hochzuladen und diese bei Bedarf auf dem gleichen Weg erst wieder runterladen zu müssen??? Sicher, die Gemeinschaft hat wieder neue Punkte und ich u.U. eine sehr teure Handyrechnung! Mit dem BB kann man selbstverständlich auch navigieren. Dazu existieren kommerzielle Lösungen, aber auch Freeware. Doch wer möchte schon mit sprachlosen Pfeilen arbeiten, wenn man die Kartenstimme der PNA gewohnt ist? Insgesamt ist der BB ein tolles Gerät, das GPS-Modul aber wohl eher nur eine nette Spielerei. Für einen sinnvollen Einsatz im Feld ist es kaum zu benutzen. |
Fazit
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Derzeit werden diverse Geräte mit GPS angeboten. Allerdings hat jedes seinen eigenen Einsatzbereich. Für Alltagsfahrten benutze ich weiterhin den PNA,
zum telefonieren und iNet den BB und für gelegentliche Exkursionen in fremde Gebiete wieder einen eTrex. Nach langem Überlegen entschied ich mich
für das Vista Hcx. Neben Farbdisplay bietet es die Möglichkeit, (gekauftes) Kartenmaterial für ausgewählte Regionen auf SD-Card zu speichern. Der Anschluß
erfolgt per USB-Kabel. Daneben bietet das Gerät eine Vielzahl weiterer Funktion, die ich aber vermutlich nie wirklich benutzen werde. Waypoints und Routen
können am himischen PC vorbereitet oder später ausgewertet werden. Für Regionen außerhalb Europas ist leider kaum ladbares Kartenmatrial erhältlich. Allerdings
genügt da die standardmäßig installierte Weltkarte durchaus. Nachtrag: mein gutes altes gelbes habe ich im gleichen Auktionshaus wieder versteigert, mit Hinweis auf amerikanische Version. Und habe dabei quasi meinen damaligen Einsatz fast wieder zurückbekommen. Sind aber auch wirklich gute Geräte. Mein Wunsch für die Zukunft wäre: Ein outdoortaugliches GPS-Gerät im Handy-Format, mit dem man telefonieren kann (Quad-Band), eMails abrufen und surfen kann (UMTS, EDGE) und auch Notizen hinterlegen kann. Aber dass wird wohl noch etwas dauern. |
im Dezember 2007