Mattenfilter

    Neue Garnelen sind angekündigt nund neue Becken müssen hergerichtet werden. Schnell und preiswert. Für jedes Becken einen dieser teuren Wirbeltöpfe? Nein, wir bauen uns da schnell einen Mattenfilter preiswert zusammen. Als Beckenbasis dient diesmal ein älteres Aquarium von 100x40x40, das mit drei passend zurecht geschnittenen Scheiben in vier gleiche Teile aufgeteilt wird. Die Scheiben sollten an ihren Kanten mit Silikon zumindest fixiert werden.
    Für den Mattenfilter werden blaue Schaumstoffmatten aus dem Aqauristikfachhandel benutzt. Diese besitzen im Gegensatz zu normalen Schaumstoff offene Poren. Es gibt diese Matten mit feinen und groben Poren in Stärken von 2,5 und 5 cm. Diesmal wird die dünnere und feine Variante gewählt.
    Da die Mattenfilter mit Lufthebern betrieben werden sollen, benötigen wir auch entsprechende Rohre und Fittings. Ich habe hier 14mm starke Plastikrohre und passende Filterbögen gewählt, es können aber selbstverständlich auch andere verwendet werden.

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    Die Rohre werden auf passende Länge gesägt und mit Hilfe der Fittings zusammengefügt. Diesmal genügte ein einfaches Zusammenstecken der Teile, je nach Material kann aber auch eine Verklebung mit einem Kunststoffleber (z.B. Tangit) notwendig sein. Nun wird am unteren Ende vorsichtig ein Loch gebohrt. An diese Stelle wird ein Schlauchverbindungsstück eingesetzt. Da es schnell gehen sollte, habe ich zum Fixieren die Klebepistole benutzt.

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    Zum Zurechschneiden der Matten leistet ein langes Küchenmesser mt Sägeklinge gute Dienste. Die Matte sollte dabei einige Millimeter breiter sein als die Innenkanten des Aquariums. Der Schnitt muß nicht perfekt gerade sein. Wichtig ist, dass die Matte später an den Scheiben dicht anliegt und ausreichend Spannung hat. Anschließend erhält die Matte ein Loch kurz unter ihrer Oberkante. An dieser Stelle wird das Auslaufrohr des Lufthebers durchgeführt. Der Luftschlauf wird am Schlauchverbinder des Hebers ageschlossen.

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    Nachdem die Mattenfilter noch richtig positioniert wurden, ist die Bastelarbeit auch schon beendet. Zwischen Matten und hinterer Scheibe sollte etwas Platz gelassen werden, um hier z.B. einen Heizstab unterbringen zu können. Der Platz ergibt sich in der Regel aber schon durch den Luftheber.

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    Da bei mir alle Becken mit Mattenfiltern und Lufthebern betrieben werden, erfolgt die Versorgung der Heber über einen größeren Kompressor. Von ihm führt eine Ringleitung aus Gardenarohren (Gartenbewässerung) zu allen Becken. Die ringförmige Verlegung ist wichtig, um im gesamten System möglichst gleiche Druckvehältnisse zu haben. Ansonsten könnte der Kompressor unter Umständen mittelfristig auch Schaden nehmen. Die Gardenarohre haben den Vorteil, dass man diese problemlos mit den passenden Anschlüssen anzapfen kann. Diese Anschlüsse werden einfach in das Rohr gedreht und sitzen dann ziemlich dicht.

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    Die Stärke der Luftheber wird über handelsübliche kleine Luftventile geregelt. Diese Ventile haben sich allerdings als kleiner Schwachpunkt erwiesen, da sie sich nach einiger Zeit zusetzen und dann kurz bewegt werden müssen.

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    Zur Einstellung der richtigen Anströmgeschwindigkeit wurde früher viel gerechnet. Die Anströmgeschwindigkeit ist wichtig für die Bakterienfauna, die sich bald in der Matte entwickelt. Das Wasser darf einerseits nicht zu schnell die Matte durchfliessen, anderrerseits aber auch nicht zu lange in der Matte verweilen. Heute stelle ich die Lufheber allerdings nach Gefühl ein.
    Die frische blaue Farbe verliert sich nach einiger Zeit und wird eher graubraun. Was für Garnelen ganz ichtig ist: auf eingefahrenen Mattenfiltern finden Zwerggarnelen immer etwas zu pusseln. Damit die Matten schneller biologisch einfährt, impfe ich sie mit Mulm aus anderen Becken. Ein solcher Filter kann jahrelang ohne jede Wartung oder gar Reinigung in Betrieb sein.

    AK im April 2008