Wir basteln eine Torfkanone
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Das Wasser ist Garnelen nicht zuträglich? Eigentlich habe ich ja Topwasserwerte, zumindest theoretisch. Seit einiger Zeit wird unser Leitungswasser aus zwei Quellen
Mit der Vorbereitung des Deckels ist eigentlich schon die wichtigste und schwierigste Arbeit getan. Das Rohr, der Winkel und der Stopfen werden nun zusammengfügt. Dabei die Teile nicht zu fest zusammenstecken. Denn zur Reinigung muß man alles wieder auseinandernehmen.
Jetzt kommt die wichtigste Zutat, der Torf. Ich wählte nach einiger Überlegung einen preiswerten 60L Sack aus dem Baumarkt. Zumindest laut Aufdruck sollte er "naturbelassen" sein und keine Düngerzusätze enthalten. Der Torf wird nun in das Rohr bis etwa 15-20cm unerhalb des Randes befüllt. Dabei ruhig nachpressen, damit eine dichte Füllung entsteht.
Die geladene Kanone wird nun in einen Behälter zum Auffangen des Wassers gestellt, ich wählte dazu ein 60L Maischefaß. Von oben wird der Wasserschlauch eingeführt und gegen herausrutschen gesichert. Ich habe ihn dazu nur 2-3 mal gerollt, die eigene Spannung hält ihn dann. Trotzdem ist das Gerät natürlich immer unter regelmäßiger Aufsicht. Das Wasser darf nur äußerst schwach in das Rohr laufen, da es ansonsten auch schnell überlaufen würde. Hier muß man einfach etwas experimentieren. Bei mir dauert die Füllung der 60L-Fasses etwa 9 Stunden. Das gewonnene Wasser ist leider sehr trübe, gelblich sowieso. Die Trübung verschwindet nach 3-4 Tagen.
Zum Testen wurden zwei Becken (je 40L) benutzt, die zur gleichen Zeit eingerichtet wurden.
Folgende Werte konnte ich erzielen:
Schlußfolgerungen:
Trotz der niedrigen KH reicht offenbar die Huminsäure des Torfwassers nicht aus, den pH bei 7,0 zu halten oder gar in einen leicht sauren Bereich zu bringen. Möglicherweise treiben die Luftheber der Mattenfilter das im Wasser enthaltene Kohlendioxid aus, womit eine wichtige Komponente verlorengeht.
Ein kurzer einfacher CO2-FIX nach Krause brachte darüber Gewissheit, der CO2-Gehalt in den Becken ging gegen 0 mg/l.
Die Wasserwechsel werden zukünftig mit Verschnitt von 20-25% Torfwasser erfolgen. Dazu muß ich mir aber überlegen, wie ich die vielen Kleinbecken preiswert und wartungsarm mit CO2 versorgen kann. Vermutlich werden wieder die 5L-Kanister aus früheren Tagen reaktiviert und eine Ringleitung versorgt die Eigenbau-Diffusoren. Doch das wäre dann schon eine andere Geschichte. AK im April 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||